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Mord und Totschlag - unser Umgang mit der Zeit
Wir kennen die Zeit heute nur noch als quantitative Größe: Uhrzeit, Liefertermine, Verjährungsfrist, Verfallsdatum. Eine vergewaltigte Zeit. Denn ihrem Wesen nach hat die Zeit qualitativen Charakter. In dem wir sie teilen, zerstückeln, vertreiben oder gar totschlagen, treiben wir widernatürlich Unzucht mit ihr. Die Folge: Die Zeit schlägt zurück. Wir geraten mehr und mehr in Zeitdruck, Zeitnot und Zeitangst. Wir haben keine Zeit mehr - die Zeit hat uns.
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Julius Lengert, Dr. phil., Jg. 1936, Studium der Philosophie und Kulturanthropologie, Untersuchungen zum "Phänomen Zeit"
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